Ende und aus

Letzter Bericht aus Südafrika.
Nichts spektakuläres gab es heute. Deswegen folgt ein zusammenfassender Bericht, wenn wir wieder zuhause sind.

Morgen geht der Flieger um 14:00 wieder heim, vorher müssen wir noch das Motorrad abstellen und dafür nochmal quer durch Joburg, das kann noch lustig werden….. 
beim Butcher….


Nelson Mandela Sqare


Jakaranda Bäume

Höllenfahrten

Sind nun die 600 km von St. Lucia über die N2, Piet Retief, Ermelo und Betahl nach Joburg geflogen.

War eine blöde Fahrerei, man müsste höllisch aufpassen, weil immer mal ein Kuh oder sonst was am Rand stand.

Ausgerechnet heute hat es wieder bis zu 42° Grad gehabt und heftige Windböen, die einen fast von der Straße geweht hätten.

Sind jetzt in einem 5 Sterne Radissson Blu abgestiegen, aus unserem Zimmer im 19.Stock schauen wir aus einem Panoramafenster auf grüne Büsche und blau blühende Jacarandabäume. Wir renovieren uns und gehen zum Butcher essen, das beste Fleischrestaurant in Afrika.

Blick vom 19 Stock

Birdwatching

Haben für heute eine Ganztagestour in den Wetlandpark gebucht, um 8:00 gehts los. 
Es holt uns pünktlich der Guide vor der Lodge ab und fährt uns mit dem offenen 

Land Rover durch die Gegend, ist ganz nett hier, aber auch nichts Überwältigendes

Der Guide ist ganz reizend, erzählt uns viel und wir sehen vor allen Dingen viele Vögel, weil andere Tiere gerade nicht da sind, was der Guide auch nicht ersteht (sagt er).

Wir sehen einen Snake Eagle, der sehr selten ist, sagt der Guide und zeigt in seinem Birdwatching Book, wo der vorkommt, quasi nirgends. Leute aus der ganzen Welt kommen hier her, um diesem Vogel zu sehen. Vielleicht werden wir noch Birder.

Mittags macht er am Meer einen Braai für uns, sehr reizend. Um 16 Uhr sind wir zurück. Da

erfahren wir, dass wegen Sturmankündigung am nächsten Morgen das Whalewatching nicht stattfindet, sehr schade. Es war mit der Hauptgrund, warum wir hierhergefahren sind und wegen der Riesenschildkröten, die erst pünktlich ab dem 1. November Eier legen und wir diese deshalb auch nicht beobachten können.

Haben uns entschlossen, nach Johannesburg die 600km in einem Stück zufahren, wodurch wir einen Tag in Johannesburg gewinnen.

Noch was zum Rätseln, wir haben neulich eiene Straße mit dem Namen Kameelperd gesehen, das ist Afrikaans, was für ein Tier ist das?




Fischers Paradies 

Sind vom Tembe Nat. Park gut 200km in den Süden gefahren nach St. Lucia und dessen iSimangaliso Wetland Park. Die Fahrt war ereignislos, dann sind wir in einem wunderschönen B&B angekommen, das einem Spanier und einer Belgierin gehört.
Es ist ein sehr verschlafenes Kaff am indischen Ozean. In der Hauptsaison um Weihnachten ist die Hölle los, dann sind hier Hunderte von Anglern hier und die Zimmer sind mindestens ein Jahr vorher ausgebucht.

Am Abend haben wir eine Sunset Boattour unternommen und haben eine Menge Hippos gesehen.

Eine Merkwürdigkeit muss ich noch berichten: am Abend wird so etwa um 19:00 in den Lodges zu Abend gegessen, was in der Regel so eine Stunde dauert. Dann ist das offene Feuer bereitet, um das Stühle herumgruppiert sind. Die einzigen, die dort sitzen sind wir. Alle gehen um 20:00 oder spätestens um 20:30 ins Bett, was tun die Leute da, sehr merkwürdig ( es sind nicht alles unbedingt honeymooner da…)

Jetzt gehen wir zum Italiener, der soll das beste hier Restaurant haben, bzw. die besten Beziehungen für den catch of the day.

Wir können ja auf italienisch bestellen…..

Well organized

Nach vielem hin und her und wie was läuft, fahren wir jetzt zur Kosi Bay.
Ein sehr schöner Tag. Zuerst fuhren wir zu den Fischfallenstellern, dem Volk Thonga, das den Zulu angehört. Das hat sich ein geniales System einfallen lassen, um Fische zu fangen. Sie haben aus Stöcken einen Art Trichter gebaut, in den Fische rein aber nicht mehr raus können. Es dauert mindestens eine Stunde, bis unsere Begleiter einen Fischer aufgetrieben haben. 

Der Fisch schwamm in der Falle, der Fischer kam mit dem Speer und wir hatten einen Fisch, ein spotted granta, toll.

Vorher hat mich ein schreckliches Mistviech in den Fuss gestochen, ein Centipide (südafrikanischer Tausendfüssler), wahrscheinlich werde ich sterben hochgiftig (Anm. der Red. der Guide bleibt gelassen).

Anschließend fuhren wir zu Kosi Mouth, wo unsere Begleiter einen Braai machen, also den Fisch präparierten und am Stock grillten, Steckerlfisch sozusagen. Sie sagen, diese Zubereitungsart sei african style und nicht gebacken, wie es häufig hier auch gibt. Am Strand unter Bäumen mit Blick aufs Wasser gegrillten Fisch zu Mittag essen, genial…..((kleiner Verbesserungsvorschlag: der gekühlte Weisswein hat gefehlt). 

Ich ging sogar ins Wasser, Temperatur rund 29°…

Ach ja es hatte 28° und strahlend blauen Himmel.

Das Tier wollte mich töten…..


Der Fisch


Der Strand

Auf zum Tembe Nat. park

Swasiland hat uns sehr gut gefallenen, nette Leute, sehr schöne Landschaft, die ein bisschen bei an unsere Voralpen erinnert. Sind dann über Big Bend und Lavumisa gefahren. Wenn man ausserhalb der kleinen Städtchen ist, ist man so gut wie alleine unterwegs. Es wird hier eine Menge Zuckerrohr angebaut und in großen Fabriken verarbeitet.
Die Einreise nach SA war problemlos und ging sehr schnell.

Wir kamen um 13:00 an und wollten unseren Community Walk beginnen, der uns gestern noch per Email bestätigt wurde. Natürlich wusste keiner etwas und das Mädel am Empfang sprach so schlecht Englisch und war so träge (findet man öfter, insbesondere an den Grenzübergängen; die arbeiten so langsam, dafür muss eine Schule geben und sie sind so gelangweilt und zeigen, dass es die pure Zumutung ist, zu arbeiten. Es war mir bislang unbekannt, wie langsam man einen Pass entgegennehmen und auf den Scanner legen kann)

Etwas später kam die Chefin und hat alles aufgeklärt, eine Angestellte hat uns ihr Zuhause gezeigt, nett hat so eine 1/2 Sunde gedauert. Auf einer Lichtung waren verschiedene Rundhütten errichtet, teilweise aus Stein und mit Reetdach; das der Eltern in der Mitte und die der jeweiligen Kinder je nach Altersabstand entfernt. Das war mal nicht turistisch. Der Vater der jungen Frau war – jetzt kranker – Minenarbeiter, der sich und die Familie mit Palmweinherstellung- und Verkauf über Wasser hält. Anspruch auf Erwerbsunfähigkeitsrente besteht wohl nicht.

Danach fuhren wir auf einen Game Drive in den Tembe Park, der direkt an unsere Lodge angrenzt, nur durch einen Zaun getrennt.

Ein junger Schwarzer fuhr uns durch den Park, war sehr nett. Wir haben etliche Elis und auch einen Waran gesehen, aber das Highlight war ein Rudel Löwen, direkt vor uns auf der Straße ganz nah. Plötzlich gingen sie direkt auf uns zu, das Ende dachte ich, der hat sein Dinner gefunden, das direkt zu ihm in einem komischen Gefährt kommt. Die 3 gingen wirklich in 1 m abstand an mir vorbei, aber ich glaube, die hatten mehr Angst als ich. Als sie hintereinander vorbeigingen, legten sie auf Höhe des Autos einen schnellen Trab zu. Vielleicht dachten sie, ein Großwildjäger……  

Bei der Anfahrt zur Lodge waren wieder mal 3,5 km Sandpiste zu meistern, was ohne Zwischenfälle verlief. (Ich liebe Sandpisten mit einem 500 kg Motorrad….)

Der Spruch von Irmi, dass desto schlechter die Anfahrt zur Lodge, desto besser die Lodge ist, stimmt leider diesmal nicht; es ist ein recht mieser Schuppen….


Der war ganz ganz nah, toll

Swasiland

Haben gut geschlafen, Irmi geht es wieder besser. Wir frühstücken und fahren zum Mantenga Cultural Village.
Dort gibt es Tanz und eine Führung durch ein Swasidorf, ganz für Turis. Aber insgesamt sind es nur etwa 15 Besucher und ein bisschen was hat man erfahren. Anschliessend gehen wir in ein Einkaufszentrum und suchen eine Apotheke, ich hahe mich an der Fusssohle verletzt.

Der Mann in der Apotheke fragt mich, ob er die Wunde sehen kann, was ich bejahte, also Schuh aus und er gibt sein Urteil ab und mir eine Salbe, Super Doktor und Apotheker in einem. Allerdings war das Medikament so gefährlich, dass es in einen Käfig eingesperrt und so zur Kasse transportiert werden musste.

Anschließend fahren wir zum Haus on Fire, der angesagtesten Lokation für Konzerte und Veranstaltungen in Swasiland.  Ist wirklich toll dort, da möchte ich auch mal ein Konzert besuchen. Die Kunstobjekte erinnern etwas an Hundertwasser und dazwischen gehen Perlhühner spazieren.

Danach wollen wir noch in das Milwane Wildlife Sanctuary. Durfen aber nicht rein mit dem Motorrad, alle anderen schon Fussgänger, Radfahrer, Pferde, Traktoren , Autos und Busse. 

Die Tänzer:


Im Kraal


Das gefährlichste Medikament der Welt


House on Fire


Irmis Beute