Wieder Daheim 

Geschafft, nach insgesamt 13 Stunden in der Aluröhre sind wir wieder daheim Gestern noch 38°, in München Regen 7° , na ja.

Diesmal hatten wir uns Businessclass für Arme geleistet, also die Plätze am Notausgang und das war wirklich das Geld wert, machen wir bestimmt wieder.

Wie war es?

 Die Townships Johannesburgs waren sehr interessant, vor allem Alexandra.

In den Waterbergen (SA) hatten wir sehr interessante Gespräche mit den Lodge Besitzern und eine tolle Safari mit Dave.

In Botswana, dem afrikanischen Musterschüler in Afrika,  ist auch nicht alles so toll, sie haben auch massive Probleme, allerdings können sie sich noch die Chinesen vom Leib halten.

Die Landschaft im Süden ist eher langweilig, ausser den Salzpfannen, das ist eine Landschaft die man so nicht kennt. Das Okavangodelta ist wirklich der Hammer, auch hier zieht der Tourismus stark an, einmal sollte man sich so eine 1000 $ Lodge im Delta leisten…….

Sambia ist sehr interessant, es leben viele Weiße dort, die ganzen Lodges am Sambesi sind in  Hand der Weißen: Buren, Engländer, Rhodesier und Europäer führen diese Lodges. Die Entscheidung , das Motorrad bei Hans, einem ausgewanderten Holländer unterzustellen,  ist wahrscheinlich goldrichtig. Er selbst ist Motorradfahrer und Mitglied im Afrika Motorcycle club und er kann alles organisieren, Reifenwechsel, Motorradtransport etc.

Wie geht’s weiter, keine Ahnung, es  gibt viel zu klären und diskutieren, das machen wir in den kommenden langen Winterabenden.

Noch ein paar Bilder vom Handy gemacht:

Unsere Schlafstätte in Planet Beobab, eine Betonpritsche für eine Person.

Eine Inschrift in einem Lokal 

In selbiger Bar nehmen wir eine Flasche Wein mit, sie wird so verpackt, damit sie nicht friert

Elefanten mitten in der Stadt 


Weder verwandt, noch verschwägert nicht mit Selbigem, wir und viele andere haben extra gefragt

Sehr guter Wein

Speisekarte, alles sehr günstig – 100 Rand sind 6,50€.

Letzter Tag ab nach Hause

Nachdem unser Flieger nach Johannesburg erst um 16:00 geht, lassen wir uns Zeit, Irmi geht noch mal im großzügigen Pool schwimmen, und wir frühstücken ausgiebig, nach Navi sind es nur 10 km zum Motorrad Unterstellplatz.

Das war es mit der Ruhe dann:

1.Akt

 Als ich ins Zimmer wollte, ging die Tür nicht mehr auf, zurück zur Reception, Keycard neu laden, wieder zur Tür, geht wieder nicht, der Securityman kommt mit der Master Keycard, geht auch nicht. Er verständigt den Service, der kommt mit zwei Schraubenziehern, es ist mitterweile eine halbe Stunde vorbei, er rüttelt an der Tür, die Batterie ist leer, sagt er und verschwindt, er holt Batterien, kann sie aber nicht wechseln, murmelt etwas vom Masterschlüssen und verschwindet wieder. Eine Stunde ist nun vorbei, jetzt werde ich langasam grantig und fahre den Portier an, er soll mal in die Schuhe kommen,,dann erscheint alsbald der Serviceman und schließt die Tür auf. Jetzt wird die Zeit langsam knapp,  um 11:00 sollen wir Hans treffen, unseren Unterstellplatz Besitzer.

Schnell aufgerödelt und los geht’s durch das Verkehrschaos.

2. Akt

Die Angabe von Hans war Petroda Filling Station Kafue road.

Unser Navi findet die Straße alsbald und nach einigem studieren des Navis komme ich darauf, dass wir uns schon auf der richtigen Strasse, einer großen Aussfallstraße befinden. Am genannten Treffpunkt, einer Tankstelle sind wir vorbeigefahren. Mühselig kehren wir um bei 32° im Stau. Jetzt sind wir an der Tanke und rufen Hans an, damit er uns abholt. Wir warten und warten, telefonieren nochmal, angeblich sind wir falsch. Solangsam werde ich nervös, sogar sehr nervös, wenn das schief geht haben wir ein Riesenproblem, der Flug geht in 3 Stunden……

Wir bekommen einen neuen Treffpunkt nahe dem Township Chilanga. Unser Navi hat das Township nicht, wir fragen uns durch und endlich haben wir es gefunden. Dort warten wir wieder, ich schaue alle 2 Minuten auf die Uhr. Wir scheinen richtig zu sein und werden abgeholt, es geht alles schnell. Hans begrüßt uns, wir plaudern ein bisschen und sein Fahrer bringt uns zum Flughafen und der lange Rückweg beginnt.

Keine Bilder zu viel Stress….

Wir sind in Lusaka

Nachdem uns der Lodgebesitzer Irmi und  das Gepäck zur Teerstraße gebracht hatte, war es einfach, alleine durch den Tiefsand zu fahren, hat fast Spass gemacht.

Dann hatten wir die schwachsininge Idee, nach Lusaka in einem Rutsch zu fahren, das sind 520km. Bei 38° toll, aber wir hatten Glück, sind schon um 7:30 los bei angenehmen 30° und die meiste Zeit war es etwas bedeckt, was hier einen gewaltigen Unterschied macht. In der Sonne unerträglich, im Schatten hält man es aber ganz gut aus.

Die Fahrt war stinklangweilig. Bei den letzten 100 km war die Straße extrem schlecht, wieder viele Potholes und dann vor Lusaka ein Scheißverkehr, da kam mir meine italienische Fahrweise zu Gute. Das kann ich definitiv besser, als Tiefsand fahren.

Jetzt sitzen wir vor dem Pool in unserem Luxushotel, sind auch noch upgegradet worden, geduscht und das Bier schmeckt auch schon wieder.

Dann morgen das Motorrad unterstellen.

Am Sambesi

Habe heute Nacht die Hippos gehört, sie sind bestimmt vor dem Zelt, auch Elefanten waren zu hören.

Die Lage der Lodge am Ufer des Sambesi ist toll. Das Besitzerehepaar sind Buren aus Namibia, sehr nett und hilfsbereit. Wir haben für heute vormittag eine Fahrt zu den Viktoria Fällen gebucht.

Wir sind hier in Sambia, es gibt kein Wasser an den Fällen,  alles wird nach Zimbabwe umgeleitet, um das Wasserkraftwerk am Leben zu erhalten.

Von Zimbabwe aus soll der Blick auf die Fälle besser sein. Um nach Zimbabwe zu kommen, müssten wir wieder ausreisen, ein Visum für Zimbabwe bezahlen,  40$ + 30$ Eintritt und wieder 50$ für ein neues Visum zurück nach Sambia, macht für zwei 240$ die spinnen…

Gehen dann nur auf die sambische Seite Eintritt 20$ p.P. Es ist wirklich kein Wasser, da aber man sieht die auf den Zimbabweteil  auch ganz gut.


Es ist unerträglich heiß,  in der Sonne brutal, im Schatten 39°

Am Abend unternehmen wir noch eine Sunset Boot Tour auf dem Sambesi, ganz nett, mehr aber auch nicht.

Gin Tonic auf dem Sambesi

Bier um vier auf dem Sambesi

Ein kleiner Snack


Morgen ist der große Tag, von hier nach Lusaka sind es 500 km bei der Hitze, hoffentlich geht alles gut.

Zum Sambesi

Sind von Nata in Botswana kurz vor Livingston in Sambiq gefahren, 350km.

Sind um 8.00 früh los, um die Kühle auszunutzen. Auf halben Weg hat die Polize uns schon wieder geblitzt, diesmal war es eine Falle. Auf offener Strecke mitten in Einöd haben sie alle Touristen rausgezogen und abkassiert, irgendwer hat ein Schild mit 60km/h aufgestellt,  wir sollen 91 gefahren sein diesmal laut Liste 840 Pula 70.- Euro.

Dann an der sambischen Grenze das übliche afrikanische Chaos und sofort umschwirrten uns die Schlepper wie die Fliegen und zeigten uns ihre selbstgemachten Ausweise, die sie als Grenzbeamte erscheinen lassen, aber wir nicht blöd, fanden im Namibia Forum einen Plan der einzelnen Stationen und eine Beschreibung, wo was zu tun ist.

Los geht’s:

Mit der Fähre über den Sambesi , wo man das Ticket bezahlt, ist unklar, nach Fragen erfahren wir 50 Pula.

An der Grenze parken

Ins Pass und Visa Büro, pro Person 50$ zahlen


Um das Gebäude herum und das Carnet abstempeln lassen


Den Gang runter ins nächste Büro, Carnet ausfüllen und ein zweites Mal abstempeln lassen

Dann um die Eck, Karbon Tax zahlen, 70 Kwatscha (kann nicht mit $ bzahlt werden), habe aber noch kein sambisches Geld, also zum Geldautomaten, der gleich nebenan ist und 1000 K (85 €) abgehoben.


Dann ins Nachbarbüro District Council von 40 Kwatscha bezahlen


Zu Irmi zurück und Zwischenstatus berichten, übrigends, es hat wieder 38°. Irmi muß derweilen die Schleuser wegscheuchen, die wie die Fliegen an uns hängen und jetzt das Motorrad mit Reflektoren (es sind nur farbige Tesastreifen) zu unserer Sicherheit bekleben wollen. Sie reden teilweise zu viert auf sie ein. Sie wollen ihr einen Stuhl und Sonnenschirm für die Wartezeit bringen, natürlich gegen ein wucherisches Entgelt, aber Irmi bleibt standhaft.

Dann schräg gegüber in ein Häuschen, in dem man die Road Tax bezahlen muss, 20$. Es geht nach Entfernung, habe für 1160 km bezahlt.


Dann, nein wir sind noch nicht fertig, alles schön dem Grenzer zeigen und das Tor tut sich auf und man ist in Sambia,  schnell noch die Pflichtversicherung abschließen für 400K, was auch immer damit versichert sein soll.


Mitterweile steht ein halbes Dorf um uns rum und will uns immer weitere rote und weiße Aufkleber verkaufen, die angeblich unbedingt aufgebracht werden müssen, rot hinten und weiß vorne, ich lächle und sage meine Gepackrollen ist rot genug.

Dann noch 40km zur Lodge mit einer besonders beschissenen Anfahrt, 4,5 km mit viel Tiefsand, wir legen zweimal das Motorrad zur Seite und müssen es bei 38° wieder aufheben. Bin danach total fertig. Aber die heilige Dreifaltigkeit der Trevler, warme Dusche, kaltes Bier und ein gutes Bett macht einen wieder munter.

Bier am Sambesi


Unser Bescheidenes Lager

Am Okavango 3

Um 6:15 kommt einer unserer netten Schwarzen Freude zu uns ans Zelt und sagt, das Wasser zum waschen steht bereit und das Frühstück ist fertig, wir sind geplättet.

Waschplatz mit Okavango Wasser.


Die haben sich wieder alle Mühe gegeben, um uns eine angenehmen Tag zu bereiten. 

Das Frühstück Teil 1


Dann machen wir einen Morning Walk, auch wieder keine Viecher unterwegs, wird ein kurzer Walk. Nach Rückkehr erwartet uns das zweite Frühstück, weil wir so hungrig sind.

Ein Käseomlette low fett zum Frühstück ideal…..


Wir warten auf unseren Rücktransport, ursprünglich sollen wir erst um 17:00 wieder zurück sein, das ist uns zu spät, wir wollen noch bis Nata zurück, das sind 300 km, also lassen wir uns früher herausfahren.


Um 8:00 geht es zurück zur Babylon Station, 10 min später sind wir auf dem Speedboot allein und der Fahrer  gibt wirklich Gas,  das war eine super Speedbootsfahrt auf dem Thamalakane, super.

Nun zurück nach Nata, natürlich der heißeste Tag, knapp 40°, aber jetzt sind wir glücklich in der Nata Lodge und ich bestelle mein 3.  Bier (a 0,33 l)

Am Okavango 2

Um 7:45 soll es losgehen, schnell alles eingepackt aufs Motorrad. Wir sind pünklich da und es stehen ungefähr 20 Leute herum, die wollen alle mit, na ja.

Zuerst im Kleinbus zum Fluss, dann mit einem Schnellboot ca. 1 Stunde ins Delta. Dann sind wir bei einem Umschlagplatz, wo alle zusammen kommen und dann auf die Einbäume (Mokoros) verteilt werden. Es herrscht Chaos und ein babylonisches Sprachengewirr, aber irgend wie findet man uns in den Menschenmassen und wir weden einem Mokoro verladen, unser Poler, so heißen die Gondoliere hier, stellt sich mit Raps vor und schon gehts los.

Babylon 2.0


Es gehört sicher zu den fantastischsten  Dingen, die man wohl machen kann, es ist still, nur das leise Plätschern von seinem Wasserwegstoßstecken ist zu hören, man sitzt nur 10cm über dem Wasser. Links uns rechts alles voller Seerosen, sehr schön. Raps zeigt uns einen Frosch, der besonders laut am Abend quakt, er ist gerade daumennagelgroß.


Es ist eine majestätische Landschaft und durch das sanfte Dahingleiten fühlt man sich völlig eins mit der Natur, toll. Wir haben natürlich keine Informationen, wie das alles ablaufen soll, so ist halt Afrika, aber besimmt wie immer well organized.

Nach einer guten Stunde polern bringt uns Raps zu einem Island wo wir eine Gamen Walk machen, habe ich schon erwähnt, dass es 37° im Schatten hat, nur hier gibt es keinen Schatten, na ja sehen tun wir nicht viel, kein Viechzeug da.

Dann verspeisen wir unsere vom Veranstalter mitgegebenen Lunchpakete und sitzen im Schatten, dann bringt uns Raps gegen 14 Uhr zu einem Campinglager. Dort erwarten uns 4 andere Schwarze,  die uns betreuen und verköstigen sollen.

Es ist schweineheiß und wissen nicht, was wir tun sollen, wir sind die einzigen Gäste,  das wird wohl sehr langweilig werden. Zum Lesen haben wir nichts dabei, wir haben ja nur minimales Gepäck dabei. Wir sitzen 3 Stunden herum,  bis unser Guide zum Nachmittag Game Walk bläst, wir brechen alsbald ab,  wieder keine Tiere da sind.

Das Essen die Einheimischen, Meisbrei heißt Pap….


Mittlerweile wird fleißig gekocht, es gibt roasted Chicken,  Bratkartoffel, und Gemüse, und alles in Mengen, da könnten auch 10 sattwerden, so viel habne die Herren wahrscheinlich noch nie abgekriegt. Es schmeckt alles sehr gut und die Schwarzen geben sich große Mühe, sehr sehr nett.

Sonnenuntergang am Okavangodelta a dream comes true………


Dann am Lagerfeuers erzählen sie, wie es bei ihnen so zugeht und was in Botswana los ist. Wie haben uns köstlich unterhalten, allerdings das mit dem Brautgeld muss ich nochmal nachlesen hab ich nicht verstanden. Unser Poler erzählt, er ist 44 und kann sich keine Heirat leisten, weil er das Brautgeld nicht zahlen kann. Bei fortschreitendem Abend stellt sich allerdings heraus, dass er eine Freundin und zwei Kinder hat. So scheint das dann gelöst zu werden .

Um 22 Uhr entlassen wir dann unsere völlig erschöpften afrikanischen Freunde und alle gehen in Bett.