Spice und National Park Tour

Leider haben wir mit dem Wetter etwas Pech, es regnet immer mal, allerdings hat es 30° und eine Luftfeuchtigkeit von 90-100%.

Das Hotel hat eine Tour für uns organisiert, zuerst in den Jozani Forest, einen Urwald, der zum National Park gemacht wurde. Dazu gehört auch ein Mangroven Wald. Der Führer hat interessante Dinge erzählt, dass der Boden in der Regenzeit bis zu einem Meter überflutet wird und die meisten Bäume Mahagonibäume sind, der Wald wäre ein Vermögen wert. Es lebt eine nur hier vorkommende Affenart: Stummelaffen oder Sansibar Rotkopf Guereza. War ganz schön heiß und feucht in so einem Urwald……

Anschließend sind wir zu einer der Hauptattraktionen auf Sansibar gefahren auf eine Spice Farm mit dazugehöriger Führung, ich stellte mir da ein Anwesen vor mit beeindruckender Architektur, großem alten Baumbestand mit in Reih und Glied stehenden Gewürzpflanzen, die vom kundigen und aufmerksamen Fachpersonal gepflegt werden, aber weit gefehlt. Wie üblich in Afrika Müll und Unordnung.

Aber die Führung war toll. Was die Pflanzen alles können, sogar gegen Gelbfieber, Ruhr, Malaria und Krebs heilen, aber es ist trotzdem ein Paradies im wörtlichen Sinne, sehr schön.

Beim Zurückfahren hab ich noch Bier gekauft, das italienische kannste nicht saufen.

Der berühmte Affe

Im Park

Ein Frosch

Ein in den 1930igern zurückgelassenes Auto

Mangroven Wald

Zimt und Zimtbaum

Unser Guide

Vom Lippenstift Baum

Geniale Mandarine

Touri Scheiß

Ziel erreicht

Wir sind am Endpunkt unserer Reise angelangt, am Meer im wunderschönen Hotel Baladin und machen mal nichts für ein, zwei Tage, ganz was neues.

Ist traumhaft schön hier, alles perfekt und sehr italienisch (italienischer Hotelbetreiber), was Gutes zu Essen.

Gestern waren wir kurzentschlossen im benachbarten Park Hyatt Hotel zum Essen war sehr angenehm auf der Hotelterrasse, ein sehr gutes Essen, sehr guter Service, ein tolles Haus, aber zu teuer zum Übernachten, 400 € aufwärts die Nacht (das Zimmer mit Meerblick hätte dann 800 € gekostet)

Sonnenuntergang

Unser Hotel

Geschichten Teil 2

Malawi:

Wo fange ich an, Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt; ich glaube von 178 ist es auf Rang 173. Auf den ersten Blick sieht man es gar nicht so, es unterscheidet sich kaum von anderen afrikanischen Ländern, in denen wir waren.

An den Kindern sieht man es am ehesten. Sie laufen meist völlig mit Lumpen bekleidet herum. Außerhalb von touristischen Orten spricht keiner mehr Englisch, die Alphabetisierungsrate beträgt 66%. Wissen ist nur sehr beschränkt vorhanden,da es den Leuten unmöglich ist, zum 20km entfernten Dorf zu reisen.

Bei unserm Besuch im benachbarten Dorf, das beim Kachere Kastel liegt, hat man das ganze Elend erst richtig gesehen, extrem einfache Verhältnisse, kein Strom, da ist es dann 12 Stunden dunkel, kein fließend Wasser, einfach nichts.

Die Männer fahren in Einbäumen raus auf den See, weil die einzige Nahrungsquelle der Fisch im See ist. Das Fischen ist schrecklich uneffektiv, die Netze sind kaputt und wahnsinnig engmaschig, so dass sie langsam den See leerfischen.

Die Leute sind extrem freundlich und nett, überall wird einem zugewunken und laut gerufen Munzugu, Muzungu (Weißer, Fremder).

Sehr schwierig ist die Unterkunftssuche. Es gibt ganz wenige und die billigen sind meist schrecklich, da sie fast alles in Afrika billig gebaut wird und dann verkommt alles, da das Wort Instandhaltung nicht im Sprachgebrauch vorkommt.

Die mittelmäßigen Unterkünfte sind dann schweineteuer, kosten gleich 500$ und sind nicht wirklich toll.

Das mit dem Kachere Kastle war ein wirklicher Glücksfall und so überheblich es klingt, wenn Weiße den Betrieb führen, ist er auf einem andern Niveau, und die Chefin ist eine begnadete Köchin (obwohl sie Britin ist), die wenn ein Restaurant in München aufmachen würde, die Bude eingerannt werden würde.

Der See ist ein Traum, man meint es ist ein Meer, aber es ist ein Süßwasser See von gigantischer Größe. Es ist der fischartenreichte See der Erde mit einem Volumen von 8700 Kubikkilometer, nicht Meter, sondern Kilometer und er hat Trinkwasser Qualität (fast für Europäer). Wenn ich richtig gerechnet habe, sind das 870 Billionen Liter Wasser.

Dann haben wir uns den Geheimtipp in Malawi ausgesucht, die Mushroom Lodge in den Bergen bei Livingstonia. Jeder, dem wir unterwegs sagen, daß wir da hinfahren schwärmte „a Amazing view“ , also doch kein so großer Geheimtipp.

Die Auffahrt von rund 9 km war nicht machbar, selbst mit einer 125 cc wäre das schwieg geworden, denn in den Kehren lagen so große Steine herum, die hätten das Vorderrad verschlagen und du wärst irgendwo hingefahren, nur nicht auf die Straße.

Angekommen an der Lodge, fragte der Chef ob jemand Vegetarier ist, ich verneinte schnell, zu früh gefreut, er meinte, hier gibt es nur Vegetarisches Essen. Der Öko Backpacker verabscheut Fleisch, ich aber nicht und hatte Hunger, sogar viel Hunger. Es gab einen Brei, Süßkartoffeln und frittierte Auberginen, toll, das meiste hat der Hund bekommen. Gut war nur der Linsensalat. Das Bier war warm und ungenießbar ein Grünes Carlsberg, der Weiwein auch und außerdem sauer. Die Backpackerin neben uns hat Kaba bestellt!

Gegessen wurde am großen Tisch und als die Backpacker eintrafen, stellte sich keiner vor, geschweige denn grüßte man, waren alles Engländer oder Amis, na ja der Abend war für die Katz und dann gehen die wie die kleinen Kinder um 20:30 aufs Zimmer, Zelt oder in den Dorm, was machen die da?

Da haben wir wohl nicht hingepasst, sind ja keine Backpacker, die möglichst billig durch Land reisen, kein Geld dalassen und die Infrastruktur des Landes nutzen, vier Wochen Kinderbetreuung und dann wieder heimfliegen und die Kinder zurücklassen und sich selbst überlassen, denn ihr Engagement bringt den armen Kindern sicher nichts, im Gegenteil, Pädagogen raten davon ab. Ich glaube eher, es bringt etwas, Eigeninitiative zu unterstützen, so wie die junge Einheimische, die Massagen und Maniküre angeboten hat. Von den 25 $, die sie dafür von uns eingenommen hat, kann sie mit ihren zwei vaterlosen Kindern wahrscheinlich eine Woche leben. Wenn noch ein paar Touristen mehr bei ihr buchen würden, könnte sie (vielleicht) davon leben. Sie hat aber erzählt, es kommen zu wenige Kunden und es reicht nicht zum Leben.

Ergo gebt den Leuten Arbeit dann können Sie sich ganz gut selbst helfen.

Stone Town Sansibar

Haben uns für Heute einen private Guide gemietet, der uns Stone Town Sansibar zeigen soll.

Na ja, es herrscht das übliche Chaos, es ist laut, eng und dreckig und in den Fischhallen braucht man einen sehr stabilen Magen, denn der ist wirklich übelriechend dreckig und Irmi sagt faulig, habe ich nicht gerochen, aber ich rieche ja wenig, manchmal ein Vorteil.

Die Stadt ist sehr heruntergekommen, ein paar Gebäude sind renoviert von Aga Khan und die ganze Stadt steht unter dem Schutz der UNESCO, Weltkulturerbe. Viele Gebäude sind schwarz, nicht weil es gebrannt hat, sondern weil der Schwamm drin ist. Die Erhaltung würde ein Vermögen kosten.

Kurzum die Stadt kannste mir auf den Bauch binden… ..

Das häufigste, was ich hier sage ist, no thank you und how are you, I am fine, das hab ich jetzt bestimmt schon 1000 mal wiederholt. Permanent wird man von Straßenverkäufern angehauen, ziemlich nervig.

Die blöden Ami Weiber, die hier zu Hauf herumlaufen, sind alle angezogen als gingen sie auf ein Porno Contest ( bei geschätzt 100 kg), 98% der Einwohner Muslime, die wissen nicht, was sich gehört.

Dann habe ich es endlich geschafft, eine SIM Karte zu kaufen, das war ein Akt, 3 Leute haben auf meinem Handy herumgetippt, dass es die reinste Freude war. Leider gab es keinen Inder, bei dem es 5 Minuten gedauert hätte. Beim Erwerb wurde sogar mein Pass und ich fotografiert. Aber am Schluß geht alles, Hakuna Matata eben….

Ansichten

Fischmarkt

Ein merkwürdiges Auto, fährt noch sagt Guide

Sklaven Aufbewahrung bis zur nächsten Auktion nur am Samstag und Sonntag

Denkmal für die Sklaven

Markt

Schöne Türen, sind indischen Ursprungs

Geschichten Teil 1

Jetzt sind wir von einer Stadtführung zurück und ich habe etwas Zeit, die versprochenen Geschichten nachzuliefern.

Zambia:

Eigentlich ein sehr schönes Land und nachdem wir kurz nach der Regenzeit gefahren sind, ein sehr grünes Land. Die Straßen sind, wenn sie von irgendwem bezahlt werden im guten Zustand, sonst eher mittelprächtig.

Die Armut ist weit verbreitet und außerhalb Lusakas gibt es kaum mehr Infrastruktur.

Die Chinesen sind wie eine Pestplage und machen sich überall breit, wenn man durchs Land fährt, sieht man überall große Häuser stehen mit chinesischen Schriftzeichen.

Der weiße Hunter aus Sambia hat uns erzählt, das die kriminellen (sicher davon ein Teil Systemkritiker) in China die Wahl haben, entweder 10 Jahre in China in den Knast oder Zwangsarbeit für 5 Jahre in Afrika, die meisten bleiben dann hier….

Kolonisierung im 21 Jahrhundert.

Auch scheint die Jagd stark reglementiert zu sein, es dürfen nur alte und ganz wenige geschossen werden, ob es stimmt keine Ahnung; die Chinesen jagen nicht, sagt der Hunter, die mögen das nicht, gehen aber sofort in Shooting Places, wo sie mit allen möglichen rumballern dürfen, denn in China ist generelles Wafenverbot. Die größten Abnehmer für die Hörner vom gewilderten Nashorn sind neben den Chinesen die Araber, die brauchen es für ihre Dolche.

Die Lodge am Luangwe National Park war kein Brüller, im Internet gab es verschiedene Zimmer zur Auswahl:

– Room

– Komfortabel Room

– Very Komfortabel Room

Wir haben letztes genommen, es sollte angeblich renoviert sein, war alt und das Bad war runtergekommen.

Das Essen war beschissen, ich habe praktisch 3 Tage kaum etwas gegessen, zum Frühstück 2 Toast ohne Belag (es gab keinen, außer einer unsäglich süßen Marmelade) und ein kaltes hartgekochtes Ei. Mittags gab es ein Sandwich mit Mayonnaise, das nicht essbar war. Abends gab es lauwarmes, ebenfalls schlechtes Essen. In TripAdvisor hat die Lodge ausnahmslos – bis auf eine gute Bewertungen. Unverständlich!

Das Problem mit den Lodges in den Nationalparks ist, dass alle schweineteuer sind und wir wollten keine 600$ pro Nacht und Person zahlen, na ja dann gibt es halt nur Bruch. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht. In Südafrika ist es absolut gegeben.

Der Park allerdings war einer der schönsten, die wir bisher gesehen haben, wirklich super toll, eine Reise wert.

Sansibar arrived

Um 7:00 haben wir im Flughafen Mbeya, Tansania, eingecheckt und sind nach Dar es Salam geflogen und dann weiter nach Sansibar, toll, wir haben es tatsächlich geschafft.

Die Umstände zwingen mich heute nur wenig zu schreiben, weil es schon spät ist und die schwüle Hitze einen wegbeamt.

Wir sind nun in Stone Town Sansibar, werde Morgen mehr berichten; ich muss jetzt ins Bett.

Ein paar Eindrücke:

Stone Town

Abendessen

Mission Done

Geschafft, wir sind in Mbaya in Tansania, das Motorrad ist geparkt, alles ist gut, aber von vorne.

Das mit der Mushroom Lodge war keine gute Empfehlung, die Gäste nur Backpacker, die über ihre Kinder, die Sie für 4 Wochen in Malawi betreut, reden. Wir waren Luft für die, wir haben uns dann den Abend über mit dem Barmann ganz nett unterhalten, werde später mehr berichten.

Wir haben dann ein Taxi, na war ein 50 Jahre alter Landi an dem alles kaputt war, bestellt für den Rücktransport zum Motorrad, der kam sogar pünktlich.

Wir fuhren dann den Berg mit 22 Serpentinen hinab. Ich habe jede Kehre gezählt und immer fleißig gebetet, denn was wir hier unternommen haben, war eines der gefährlichsten Dinge, die wir je unternommen haben, extrem eng uneben loses Geröll, riesige Steine und ein unbefestigter Abgrund, wenn man runterfällt, sind alle tot.

Ging gut und auf meinem Motorrad haben inzwischen die Hühner genistet.

Die Fahrt nach Mbaya war wunderschön, tolle kurvige Landschaft, ein Pass mit 2400m da war es kalt, nur 18°, und tolle Ausblicke, eine super Motorrad Gegend.

So blieb nur noch die Frage offen, ob das mit dem Unterstellplatz klappt, denn das ganze basierte ja nur auf einem E-Mail Verkehr, aber siehe, als wir ankamen, empfing uns die weiße Chefin, eine Dänin, die mit ihrem Mann, einem Schweizer, die Kaffeefarm vor 30 Jahren gekauft hat. Alles wurde organisiert, perfekter geht es nicht. Das Moppet steht jetzt bei Willi, dem Schweizer Farm Manager und Motorrad Fan neben seinem Traktor in der Garage..

Nochmal ein Lob auf unser Motorrad, das alles geduldig erträgt, die tausend Schläge von den schlechten Straßen und das Gepäck und uns, das es zu tragen hat. Die 1150 ist wirklich ein hervorragendes Reisemotorrad, wahrscheinlich das beste…….

Später mehr, trinke gerade mein zweites Serengeti Bier…..

Die Mushroom Lodge

Mushroom Lodge Zelt für Antialkoholische Bewohner

Duschen mit Ausblick

Warmwasserversorgung

Downhill

Motorrad am Einheimischen Haus, inkl. Hühner

Sleep well