Abschlußbericht

So das war nun (vorerst) unsere letzte Afrikareise (vielleicht nochmals Südafrika) 1600 km, davon 300 km Schotter – Sand und sonstige Miststraßen. Letztere und halsbrecherische Überholmanöver vom Gegenverkehr, Schlaglöcher, Speed Bumps, davon viele versteckt, Hitze, Menschen und Tiere auf der Fahrbahn, Staus, Grenzen mit völlig durchgeknallten Grenzbeamten haben uns nicht aufgehalten, zur Jungle Junktion zu kommen.

Die schrägste Situation war: Fahrt durch eine Hügellandschaft, es geht bergauf, auf der Kuppe zum Bergabfahren kommen uns plötzlich drei 40 Tonner in Reihe nebeneinander mit ca. 15km/h (bei den Bergaufstrecken ist es meist ist eine Überholspur) entgegen,  ich bin an der Seite gerade noch so vorbei geschlüpft,  ein Auto hätte nicht schlüpfen können..

Wegen der Straßenverkehrs: bitte anschauen, er hat es besser gefilmt als ich, aber genau so habe ich es auch erlebt, https://www.youtube.com/watch?v=4YeSmIO3PZE. 

Wir hatten wie immer Glück, was aber immer irgenwie auch oft Stress mit sich zog, wie die einfache Fahrt vom Hotel in Nairobi zur Jungle Junktion. Es war nur eine Straße gesperrt, ach was, sie war nicht mehr vorhanden, wir mussten durch einen Slum, in dem das Navi völlig versagte, was einen riesigen Umweg inkl. riesigem Stau mit sich brachte. Sowas hatten wir öfter.

Warum verlassen wir Afrika, was auch gleich die Frage aufwirft, was wir uns dort erwartet haben.

  • Größter Unmutsfaktor sind die Preise. Wir sind nicht mehr bereit, 300 $ für eine miese Unterkunft zu bezahlen (für die guten – aber nicht hervorragenden – zahlt man 500$ und mehr viel mehr)
  • Wir haben keine Lust mehr, für einen Parkeintritt 100 $ zu bezahlen, der Einheimische zahlt 5 $
  • Überall als Muzungo (fremder Weißer) das Mehrfache zu bezahlen.
  • Wir haben keine Lust mehr, Monate lang zu diskutieren und nachzuforschen, ob und wie man “ günstige“ Unterkünfte, in denen nicht alles kaputt und verranzt ist und kaum etwas funktioniert, findet.
  • Die Reiseplanung ist extrem aufwendig und ich will mich eigentlich lieber unterhalten, ob wir heute zum Italiener gehen oder lieber zum Franzosen wollen.
  • Oder was man in Sachen Kultur anschauen – anhören könnte
  • Ich will gut essen und  nicht oft einen Fraß  für teures Geld vorgesetzt bekommen.
  • vielleicht mal gemäßigte Temperaturen erleben und nicht immer 38°.

Warum wollten wir nach Afrika mit dem Motorrad?

Einfach, steht auf meiner Löffelliste 🙂

Aber ernsthaft, zuerst es gibt wohl keine so vielfältige und interessante Landschaft wie in Afrika (glaub ich, wobei ich noch nicht überall war), die Tierwelt ist einzigartig und  Safaris gibt es auch nur dort. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Es ist so anders, als was wir sonst so kennen und ich glaub man sagt heute dazu, das Verlassen der Komfortzone, was zu 100% zutrifft. Alles ist sehr interessant und wir haben sehr viel mitbekommen von Land und Leuten, was wohl den meisten Menschen vorenthalten ist bzw. viele auch nicht interessiert.

Dann kommen wir zum Motorrad, das ist ein Art Schlüssel, der einem hilft, viel einfacher in Kontakt mit den Leuten zu kommen. Ich weiß nich, wie oft wir unsere Geschichte erzählt haben und zwar allen, den „Chefs und den Angestellten“ und die Polizei hat uns nahezu immer in Ruhe gelassen und keinen „Wegezoll“ verlangt, denn wer Motorrad fährt, kann sich kein Auto leisten und ist arm.

Und mein Kindheitstraum: Als kleiner Bub schaute ich mir ein Platz für Tiere und die Serengeti darf nicht sterben von Prof. Grzimek an. Er hat sicher meine Generation sehr stark beeinflußt, was das Verhalten von Tieren betrifft und wie Menschen damit umgehen. Ich wollte dort hin, wusste aber damals gar nicht, wo das war. Urlaubsreisen dieser Art wären für meine Familie auch gar nicht möglich gewesen.

Aber 45 Jahre später war es möglich.

Und solche Highlights wie:

  • Ngorogoro Krater
  • die Serengeti
  • der Kilimanjaro
  • der Malawi See
  • das Okavango Delta
  • Lesotho mit Sani Pass
  • Südafrika
  • Viktoria Wasserfälle
  • Fahrt auf dem Sambesi
  • Sanzibar
  • National Parks,  wie Luangwe (Sambia) und Ruaha (Tanzania)
  • So viele interessante und nette Leute kennengelernt zu haben
  • den Silberrücken und weitere Gorillas aus nächster Nähe zu erleben
  • Den weißen Nil mit den Nil Falls
  • Mit dem Motorrad durch die National Parks Uganda zu fahren durch Löwen Rudel und Elefanten Herden hindurch. Und ich werde nie den Ranger am Tor eines Park vergessen, Do you see a Hippo don´t Stop cross behind or in front don´t Stop, wie ein Hippo……

Und am Schluß darf ich natürlich nicht vergessen zu erwähnen, dass ich die beste Reisebegleiterin aller Zeiten bei mir hatte, meine Frau. Ich kenne sonst keine Menschen, die so eine Unternehmung mitgemacht hätte.

So es folgt dann noch ein Bericht, die Statistik…

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu „Abschlußbericht“

  1. Schön daß ihr wieder da seit, insgesamt atemberaubende Berichte von Afrika und mehr als die meisten je in Person sehen werden.
    Steht definitiv auch auf meiner Liste 🙂

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